1864

Das große, steinerne, längliche Gefäß, das im Garten meiner Eltern steht, diente früher den Tieren auf der Weide als Tränke. Vor ungefähr 40 Jahren hat mein Vater diesen Steintrog mit der eingravierten Jahreszahl 1864 bei einem Bauern in Niederbayern entdeckt. Statt 500 DM, die der Verkäufer anfangs verlangte, mußte er ! Das war viel Geld zu dieser Zeit und Vater wollte es sich nochmal überlegen. Ein paar Tage später kam er dann mit bester Verhandlungsabsicht wieder. Der Bauer aber merkte, daß großes Interesse bestand und verlangte einfach 100 DM mehr. Der Kauf wurde dann schnell abgeschlossen und das schwere Ding in das Rheinland transportiert. Von da an bildet er das Zentrum unseres Gartens.

 

Ein neben der Stirnseite des Bottichs montiertes Rohr, das aus einem unterirdisch angelegten künstlichen Wasserreservoir und Pumpe mit kühlem Nass versorgt werden kann, neigt sich in einem eleganten Bogen über das offene Becken. Das kupferne Überlaufrohr im Inneren des Bottichs vervollständigt den Wasserkreislauf. Von dort fließt das Wasser zurück ins Reservoir. Oft steht es still - doch wenn die Pumpe läuft, verströmt das Plätschern ein angenehmes Geräusch und hält das Wasser eine zeitlang frisch.